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Tonarm einstellen


Tonarm parallel zur Platte. Das ist die Grundeinstellung für alle weiteren Einstellexperimente. Voraussetzung ist selbstverständlich ein Plattenspieler, dessen Tonarm in der Höhe justierbar ist. Meistens ist der Schaft des Arms in einer auf dem Spieler montierten Buchse mittels Klemmschraube(n) fixiert. Sehen Sie nach, die Schräubchen sind nicht immer leicht zu erkennen. Sollte das nicht der Fall sein, kann man sich beim Tausch auf ein flacher bauendes System etwa durch Unterlegen des neuen TA-Systems mittels entsprechend gestapelter U-Scheibchen in der Headshell in Maßen behelfen. Versierte Bastler sollten sich überlegen, ob es möglich ist, den Tonarm mit einer Möglichkeit zur Höheneinstellung nachzurüsten



Mit Hilfe einer Einstellschablone ist der tangentiale Abtastwinkel des Drehtonarms bestmöglich einzustellen. Korrekturen erzielt man durch Verschieben des Systems in der Headshell, durch Ändern des Kröpfungswinkels und durch Verschieben der Tonarmbasis - sofern möglich. Wer keine spezielle Schablone hat, kann sich aus Millimeterpapier eine eigene Einstelllehre basteln. Das funktioniert auch. Die Bezugslinie läuft durch den Teller-Mittelpunkt. (Das Bild zeigt die von Walter E. Schön entwickelte Schablone. Unter dem Suchbegriff "Schön-Schablone" im Netz zu finden.)



Ein mit Tesafilm vorn auf das - idealer Weise rechtwinkelig gebaute - Systemgehäuse  geklebter Zahnstocher (oder eine Bleistiftmine) vereinfachen beim Einstellen das Peilen. Das hier sieht am äußeren Durchgangspunkt schonmal sehr gut aus



Das ist - neben der Auflagekraft - die wichtigste Einstellung am Tonarm: Die Nadel muss perfekt im lotrichtigen Winkel in die Rille eintauchen. Auf dieser Schablone ist eine kleine Spiegelfläche aufgeklebt. Mit ihr lässt sich die lotrichtige Montage des Systems kontrollieren. Erscheint die Linienstruktur im Spiegelbild geknickt, sitzt das System schief in der Headshell. Dazu muss der Abtastdiamant selbstverständlich auch perfekt auf dem Nadelträger montiert sein. Das sollte per Uhrmacherlupe kontrolliert werden. Ansonsten hilft entsprechendes Gegendrehen des Systems. Erreichen kann man das durch dezentes Drehen der Headshell oder durch unterlegen eines Anschraubpunktes im Systemträger. Wichtig: Bei solchen Arbeiten stets den Nadelschutz aufgesetzt lassen. Besonders bei Systemen mit "scharfen" Spezialschliffen entscheidet die Azimutjustage über Wohl und Wehe der Klangqualität. Also an dieser Stelle ruhig - und mit viel Fingerspitzengefühl - experimentieren.

 

IMMER HALTUNG BEWAHREN

 

Bitte Zeit nehmen. Die Tonarm-Justage erfordert Sorgfalt und Kontrolle. Sie ist die Schlüsselstelle zum perfekten Genuss analoger Musikwiedergabe. Wer an dieser Stelle schlampt, braucht sich über alle weiteren Tuningmaßnahmen keine Gedanken mehr zu machen. Auf der anderen Seite zeigen Tonarme wie der pfeilgerade gebaute Rigid Float oder auch das Decca London-System mit seinem praktisch nicht vorhandenen Trackingwinkel, dass man sich beim Feinjustieren auch nicht verrückt machen sollte. Tatsächlich scheint es so, als seien lediglich die lotrichtige Montage des Abtastdiamanten (Azimut) und die Auflagekraft von grundlegender Bedeutung. Zudem: Historische Tonarme haben oftmals eine "vogelwilde" Geometrie - und machen trotzdem schöne Musik.

 

Gehen Sie so vor:

 

Punkt 1: Kontrollieren Sie den Sitz des Abtastdiamanten mit einer guten 10-fach Uhrmacherlupe. Betrachten Sie den Nadelträger direkt von vorn. Der Diamant muss exakt lotrichtig auf dem Nadelträger sitzen. Selbst bei hochpreisigen Systemen ist das nicht immer der Fall. Erkennen Sie einen Schiefstand, ist der durch entsprechendes Drehen der Headshell zu kompensieren. Lässt sich die Headshell nicht drehen, muss das System an den Anschraubpunkten einseitig unterlegt werden, etwa mit dünnen Unterlegscheiben oder zur Not mit Pappstreifen.

Sitzt der Diamant korrekt, ist die winkeltreue Montage des Systems in der Headshell zu kontrollieren. Das ist einfach, wenn das System eine klare, rechtwinkelige Geometrie hat. Legen Sie nach dem Einstellen der empfohlenen Auflagekraft einen kleinen Spiegel auf den Plattenteller und senken Sie den Tonarm samt System ab. Das Spiegelbild darf keinen Knick aufweisen.

Hat das System einen rundlichen, schwer erfassbaren Korpus, ist erneut die Uhrmacherlupe gefragt. Kontrollieren Sie den Diamanten beim Eintauchen in die Rille.

 

Punkt 2: Stellen Sie den vertikalen Abtastwinkel (VTA = Vertical Tracking Angle) durch planparalleles Ausrichten des Tonarms zur Plattenoberfläche auf den neutralen Ausgangswert ein. In dieser Position sollte im Idealfall der Nadelträger und vor allem die Abtastnadel so positioniert sein, dass der Abtastwinkel dem vom Schneidestichel vorgegebenen Wert von 15 (Stand ab 1958) bis 20 Grad (allgemeiner Standard seit etwa 1978) entspricht. Wie immer herrschte in diesem Punkt zu frühen Zeiten zwischen den Schallplattenherstellern kein einheitliches Vorgehen. Schneidwinkel und auch der Winkel der Rille selbst können bei historischen Platten von Hersteller zu Hersteller differieren. Das zeigt, dass es keine allgemein gültige Idealeinstellung für Tonarme und Systeme gibt. 

 

Auch deshalb ist die VTA-Grundeinstellung nur als Anhaltspunkt zu sehen. Denn der optimale Trackingwinkel hängt noch von anderen Faktoren ab. Die Dicke der Schallplatte nimmt hierauf gleichfalls Einfluss, oder das gewählte Auflagegewicht. Und ein weiteres Mal ist mit Fertigungstoleranzen in Sachen Winkelstellung des Diamanten zu rechnen. Selbst bei sündteueren Edelsystemen sind in der Winkelpositionierung des Diamanten Toleranzen von zwei Grad üblich. Zwei Grad auf die Tonarmläge übersetzt, macht am Tonarmsockel schon eine Höhennachjustierung im knappen Zentimeterbereich erforderlich. Probieren Sie also den Tonarm später in diversen Höheneinstellungen aus. Grundsätzlich gilt: Je extremer der Nadelschliff, desto exakter muss die Einstellung sein. Klassische Rundnadeln bieten in dieser Hinsicht die größte Einstelltoleranz.

 

Zum Testen eignen sich Platten mit  gut aufgenommenen Sopran-Stimmen oder akustische Gitarrenmusik. Klingt es matt, setzen Sie den Arm höher, klingt sie überspitzt aggressiv, gehen Sie tiefer. Solange, bis ein Maß erreicht ist, das Sie als natürlich empfinden. Wegen besagter Toleranzen ist die parallele Armposition in der Praxis oft nur ein Wunschdenken. Nicht selten muss der Arm hinten deutlich tiefer oder höher gestellt werden. (Bei extremen Höhenkorrekturen muss auch der Überhang neu justiert werden. Hochstellen des Arms verkürzt den zuvor eingestellten Überhang.)

 

Betrachten Sie deshalb bei der Vormontage auch immer die Position des in die Rille eintauchenden Diamanten direkt von der Seite. Der abtastende Diamant sollte leicht nach vorne gekippt (wie ein Schiffsbug) durch die Rille "fahren". (Diese leicht schräge Nadelanordnung resultiert aus dem Schneideprozess der Matrize. Damit die feinen Späne aus der geschnittenen Rille gleiten, steht der Schneidestichel im besagten 20 Grad Winkel.) Doch vor dem ersten Spielen kommt noch ein weiterer Schritt...

 

TIPP: Die teure Höheneinstell-Einrichtung, wie sie bei High End-Tonarmen üblich ist, können Sie durch einen flachen Holzkeil mit aufgeklebter Millimeterskala bequem ersetzen. Unter den Tonarm geklemmt, können Sie damit recht genaue und vor allem reproduzierbare Änderungen vornehmen. Und der Arm knallt beim Lösen der Klemmschrauben nicht bis zum Anschlag in den Sockel.

 

Punkt 3: Innerhalb der abzutastenden Plattenseite soll der übliche Drehtonarm an zwei Punkten einen perfekten tangentialen Abtastwinkel von null Grad erreichen. Die Einflussgrößen sind hierbei: Der Kröpfungswinkel des Tonarms, der Abstand des Tonarm-Drehpunkts von der Tellermitte und die Länge des Tonarms. Für die bestmögliche Einstellung gibt es im Fachhandel Einstellschablonen. Behelfen kann man sich mit einer selbst gebastelten Schablone aus Millimeterpapier. Besonders im letzten, innen liegenden Teil der Platte sollte der tangentiale Fehlwinkel bestmöglich austariert sein. Wegen des dort deutlich geringeren Umfangs nimmt der Informationsgehalt der Rillenmodulation zunehmend ab, entsprechend größer wirken sich Fehlstellungen des Abtastdiamanten aus.

Wie neuartige Drehtonarme ohne Kröpfung aufzeigen, scheint das Thema "Spurfehlwinkel" weit weniger elementar als bislang angenommen.

 

Punkt 4: Experimentieren Sie mit der Auflagekraft. Der vom Hersteller empfohlene Auflagedruck ist ein Anhaltspunkt. Im Bereich von 0,5 Gramm kann immer "gespielt" werden. Bei zu hoher Auflagekraft kann das System auf der Platte aufsetzen. Zu geringer Auflagedruck verschlechtert die Abtastung und verursacht somit Verzerrungen. Das ist für die Platte schädlicher als zu hoher Auflagedruck. Deshalb im Zweifel lieber etwas in Richtung "Plus" gehen.

 

Zisch- und S-Laute: Indikator für bestmögliche Rillenabtastung sind stets sauber wiedergegebene S-Laute. Aber Vorsicht: Manchmal sind Zischeln oder gar deutlich hörbare Verzerrungen auf der Schallplatte drauf. Besonders Live-Einspielungen präsentieren in Fortissimo-Stellen gerne durch Übersteuerung verursachte Verzerrungen. Im Zweifel die Aufnahme  auf einem anderen Plattenspieler/System ausprobieren und vergleichen.

 

Ansatzpunkte, die Abtastung der S-Laute zu verbessern, sind die Erhöhung der Auflagekraft und Winkeländerungen der Azimuteinstellung. Mit Erhöhen des Auflagedrucks ändert sich zugleich der Trackingwinkel (er wird flacher. Je kürzer der Nadelträger, desto stärker wirken sich Änderungen des Auflagedrucks auf die Abtastgeometrie aus). Im nächsten Schritt kann durch deutliches Tiefersetzen des Tonarms geprüft werden, ob diese Maßnahme weitere Besserung bringt. Das gilt besonders für Abtastnadeln mit "scharfem" Schliff (Gyger, Fine Line, Shibata, VdH etc.) Meistens sind die Einstellmöglichkeiten durch das rasch auf der Plattenoberfläche aufsetzende Systemgehäuse stark limitiert. Als Holzhammermethode für Nervenstarke bietet sich noch das - dezente - Verbiegen des Nadelträgers in die gewünschte Richtung an. Diese Maßnahme lässt sich jedoch nur bei Nadelträgern aus Leichtmetall durchführen. Teure Edel-Systeme sollten bei auffallenden Mängeln ohnehin zum Fachservice eingeschickt werden.

 

Der optimale Auflagedruck muss ausgetestet werden. Auch bei baugleichen Systemen kann der ideale Auflagedruck aufgrund von Fertigungstoleranzen differieren. Die Herstellerangaben sind als grobe Orientierung zu betrachten. Stellen Sie den vom Hersteller empfohlene Auflagedruck ein. Senken Sie dann langsam den Tonarm ab. Am besten auf eine weiße Kartonfläche, etwa eine Freifläche auf der Einstellschablone. Beobachten Sie dabei die Nadel direkt aus der seitlichen Fluchtlinie heraus, also entlang der Plattenteller-Oberfläche. Nun können Sie genau die Nadelbewegung sehen, wenn die Spitze auf dem Karton zum Aufliegen kommt. Der Nadelträger sollte dabei leicht "einfedern". Kommt der Systemkörper zum Aufliegen auf der Fläche, ist die Auflagekraft zu hoch eingestellt, oder das System ist defekt. Bewegt sich der Nadelträger beim Aufsetzen nicht, ist die Kraft zu niedrig eingestellt, oder das Dämpfungsgummi ist völlig verhärtet. Eine Nadelträgerposition in der neutralen Mittellage ist Ziel einer optimalen Auflagedruck-Einstellung. Zum abschließenden Test eignet sich eine Platte mit Opernsopranstimme. Im Idealfall erklingt sie glockenklar ohne zu Zischeln, Grisseln oder gar zu nerven.

 

Bei allen Einstellmaßnahmen stets nur eine Veränderung vornehmen, damit man sich nicht verzettelt. Um etwa zu prüfen, ob eventuell ein verhärteter Nadelträger-Aufhängungsgummi Ursache des Übels ist, kann man das System mit einer nah aufgestellten Glühlampe etwas auf Temperatur bringen. Meistens wird man mit sämtlichen der genannten Maßnahmen gewisse Teilerfolge, aber keinen entscheidenden Durchbruch erzielen können. Dann heißt es, entweder mit dieser Schwäche des Systems leben - und entsprechend kritische Musiktitel meiden - oder auf ein anderes Tonabnehmer-System umsatteln.

 

Sind dem Tonabnehmer trotz aller Einstellbemühungen heftige Zischeleien nicht auszutreiben (ideale Testplatten mit vielen S-Lauten: Barbra Streisand, The Broadway Album, Titel "Send in the Clowns", oder Ulla Meinecke mit "Die Tänzerin"), sind höchstwahrscheinlich die Nadelaufhängung oder der Abtastdiamant schadhaft. Wenn man Glück hat, ist der Diamant nur verschmutzt. Unter Verwendung einer guten Uhrmacherlupe nachsehen und mit dem "Zahnstocher-Trick" (siehe Tipps) behutsam reinigen. In Härtefällen muss mitunter gar der Glasfaserpinsel gezückt werden.

 

TIPP: Bei offenen MC-Systemen ist die Ausrichtung des Spulenträgers "unter Last" mit der Lupe gut zu erkennen. Die Auflagekraft sollte so eingestellt sein, dass das Spulenkreuz parallel zu den Flächen des Magnetjochs steht.

 

Antiskating:Im Spielbetrieb wird der übliche Drehtonarm durch die auf ihn einwirkenden Kräfte in Richtung Plattendrehpunkt gezogen. Diesem Effekt soll die Anti-Skatingkraft entgegen wirken. Eingestellt wird sie mittels Gewicht, Feder oder auch mit Magnetkraft. Bessere Tonarme haben in der Regel eine Anti-Skating-Einrichtung.

 

Über die optimale Einstellung einer solchen Einrichtung gehen die Ansichten auseinander. Generell ist zu sagen: Je länger der Tonarm und je höher die Auflagekraft, desto unbedeutender die Skatingkraft. Auch sonst kann es keinen allgemein gültigen Einstellwert geben, weil sich die wirkenden Kräfte durch die jeweilige Modulation der Platte und zudem durch die verwendete Vinylsorte ändern.

 

Dazu kommen die unterschiedlichen Schliffe der Abtastdiamanten, die selbstverständlich ebenso auf die Kräfteverhältnisse Einfluss nehmen. Zudem nimmt die Skating-Wirkung zur Plattenmitte hin ab. Das heißt, die Antiskating-Kraft muss kontinuierlich mit der Spieldauer der Platte reduziert werden. Bei den meisten Anti-Skatingeinrichtungen wird diese Eigenheit nicht, oder nicht hinreichend berücksichtigt.

 

Für den Hausgebrauch empfehle ich deshalb eine simple Einstellmethode: Stellen Sie die Skatingkraft so ein, dass der Abtastdiamant beim Absenken in die Einlaufrille der Platte sauber und ohne seitliche Bewegung eintaucht. Neigt der Tonarm stets zum "Einspringen" in die Platte, erhöhen Sie die Kraft, bis der Arm beim Absenken satt in die Einlaufrille einspurt.

 

Wer es noch genauer machen möchte, der sehe sich den in der Rille laufenden Nadelträger unter der Lupe an. Zeigt der Nadelträger beim Abtasten der Rillenmodulation in Richtung Plattentellerrand, dann ist die Skatingkraft zu erhöhen. Zeigt der Nadelträger nach innen, dann reduzieren Sie die Kraft. Im Idealfall sollte der Nadelträger in der geometrischen Längsachse des Systems liegen. Dann müssten auch die geometrischen Verhältnisse im Generator passen. Vergleichbar kann in Hinblick auf den VTA bei der Einstellung der Auflagekraft verfahren werden. Auch hier lassen sich anhand der Nadelträgerstellung Rückschlüsse auf die geometrisch beste Einstellung ziehen.

 

Alternativ bietet sich die Möglichkeit an, den in Nulllage ausbalancierten Arm mittels feiner Federwaage in seiner Seitenauslenkung einzujustieren. Dabei können Sie sich an der eingestellten Auflagekraft orientieren. Operieren Sie dabei mit seitlichen Zugkräften, die in der Größenordnung der halben bis ganzen Auflagekraft angesiedelt sind. Prüfen Sie das Ergebnis mit einer Platte, bei der die Sopranstimme aus der Mitte der beiden Lautsprecher kommen muss.

FAZIT: Bei allen Tonarm-Einstellspielereien nicht verrückt machen lassen. Ansonsten läuft man schnell Gefahr, vor lauter Probieren und Verändern nicht mehr zum Musikhören zu kommen. Analoge Rillen-Abtastung mit "Nadel", Hebelchen und Minigenerator ist anachronistisch und fehlerbehaftet. Aber genau deswegen auch charmant.

 


Legendärer Triplanar-Tonarm. Typisches Kleinserienprodukt. Umfangreiche Einstellmöglichkeiten wurden integriert. Etwa Höhenjustage per Gewindespindel, oder Azimuteinstellung mittels per Gewinde präzise drehbarem Armrohr.

Die lotgerechte Ausrichtung des Abtastdiamanten in der Rille (Azimuth) ist eine der wichtigsten Einstellungen beim Plattenabtasten. Wegen der Tonarmkröpfung und der Radien von Platte und Teller ist das Peilen nicht immer ganz einfach



Eine Azimuth-Lehre erleichtert die Einstellarbeit enorm. Man kann sie einfach aus einem geeigneten, exakt rechtwinkeligen Stück Acrylglas herstellen. Die feinen Rillen zum Peilen werden mittels Anschlagwinkel und feiner Nadel in das Material geritzt. Zur besseren Kontrastierung legt man die Rillen mit etwas schwarzer Farbe (Lack) aus. Wenn der Lack angetrocknet ist, wird der Farbüberstand mittels Verdünnung und  Politur weggearbeitet